Ein Rollladen hält im Sommer die Hitze draußen, im Winter die Wärme drinnen, nachts das Licht fern und schreckt nebenbei Einbrecher ab. Kaum ein Bauteil am Haus leistet so viel für so wenig Aufwand im Alltag, vor allem, wenn ein Motor die Arbeit übernimmt. Hier lesen Sie, welche Systeme es gibt, was sich nachrüsten lässt und worauf Sie beim Neubau achten sollten.
Rollladen oder Raffstore?
Der Rollladen ist der Klassiker: ein Panzer aus Aluminium- oder Kunststofflamellen, der vor dem Fenster herunterläuft. Geschlossen dunkelt er vollständig ab, hält im Winter eine Luftschicht vor der Scheibe und erschwert das Aufhebeln des Fensters. Für Schlaf- und Kinderzimmer gibt es nichts Besseres.
Der Raffstore besteht aus verstellbaren Lamellen. Sie können ihn so einstellen, dass Licht hereinkommt, die Sonne aber draußen bleibt, und behalten dabei die Sicht in den Garten. Das macht ihn ideal für Wohnräume, Küche und Arbeitszimmer. Mit seinem klaren Erscheinungsbild passt er besonders gut zu modernen Fassaden. Vollständig verdunkeln kann er nicht.
Viele unserer Kunden kombinieren beides: Rollläden an den Schlafräumen, Raffstores an den Wohnräumen und der Terrasse. In der Ausstellung in Schweitenkirchen können Sie beide Systeme bedienen und den Unterschied im Licht sehen.
Vorbau, Aufsatz oder Einbau?
Entscheidend ist, wo der Kasten sitzt. Davon hängt ab, was sich nachrüsten lässt und wie gut die Wärmedämmung bleibt.
- Vorbaurollläden werden außen vor dem Fenster montiert, auf der Fassade oder in der Laibung. Sie eignen sich perfekt zum Nachrüsten, weil weder Fenster noch Mauerwerk angetastet werden. Der Kasten sitzt außerhalb der Dämmebene, es entsteht keine Wärmebrücke.
- Aufsatzrollläden sitzen direkt auf dem Fensterrahmen und werden mit dem Fenster eingebaut. Sie verschwinden unter der Fassadendämmung und sind von außen nicht zu sehen. Die typische Lösung für Neubau und Fenstertausch.
- Einbaurollläden haben ihren Kasten im Mauerwerk über dem Fenster. So wurde jahrzehntelang gebaut. Bei älteren Häusern sind diese Kästen oft ungedämmt, da zieht es und die Wand wird kalt. Eine nachträgliche Kastendämmung von innen löst das Problem, ohne die Fassade anzurühren.
Motor, Funk und Zeitschaltung.
Wer heute Rollläden kauft, sollte sie mit Motor nehmen. Bei breiten Fenstern und Hebe-Schiebe-Türen ist der Panzer so schwer, dass Gurtzug keinen Spaß macht. Und ein Motor hält länger als ein Gurt, der jeden Tag über die Umlenkrolle scheuert.
Mit einer Zeitschaltung fahren die Rollläden morgens hoch und abends herunter, auch wenn Sie im Urlaub sind. So sieht das Haus bewohnt aus. Raffstores sollten Sie mit einem Windwächter ausrüsten, der die Lamellen bei Sturm automatisch einfährt. Ein Sonnenwächter schließt sie, sobald die Sonne aufs Fenster scheint, und öffnet sie wieder, wenn Wolken kommen. Ob Sie das Ganze per Funk, über eine App oder ganz klassisch mit dem Schalter an der Wand bedienen, entscheiden Sie.
Haben Sie schon Rollläden mit Gurt? Dann lassen sie sich meist nachrüsten, mit einem Rohrmotor in der Welle oder einem elektrischen Gurtwickler. Das ist eine der günstigsten Verbesserungen am Haus überhaupt.
Nachrüsten im Bestand.
Sie wohnen schon lange in Ihrem Haus und hätten gerne Rollläden, weil es im Dachgeschoss im Sommer nicht auszuhalten ist? Oder weil die Straßenlaterne ins Schlafzimmer scheint? Mit Vorbaurollläden geht das fast immer. Bringen Sie ein Foto Ihrer Hausfront mit, dann sehen wir, wie viel Platz über dem Fenster ist, ob eine Blende passt und welche Farbe zu Fenstern und Fassade gehört. Danach nehmen wir bei Ihnen Maß, ob in Pfaffenhofen, Reichertshausen oder Freising. Die Montage ist in der Regel an einem Tag erledigt.
Neubau: von Anfang an mitplanen.
Beim Neubau sind Rollläden und Raffstores Teil der Fensterplanung. Darum gehört das Thema in unser gemeinsames Gespräch, wenn Sie Ihre Fenster aussuchen. Was Sie in der Planung bedenken sollten:
- Strom am Fenster. Jeder Motor braucht einen Anschluss. Sagen Sie Ihrem Elektriker rechtzeitig, welche Fenster motorisiert werden, dann liegen die Leitungen, bevor verputzt wird.
- Sommerlicher Wärmeschutz. Beim Neubau ist er vorgeschrieben, und bei großen Süd- und Westfenstern ist er auch ohne Vorschrift nötig. Außenliegender Sonnenschutz ist die wirksamste Lösung.
- Dämmung. Der Aufsatzkasten ist Teil der Gebäudehülle. Achten Sie darauf, dass er sauber in die Dämmung eingebunden wird.
- Führungsschienen und Blenden. Bei Raffstores brauchen die Lamellen seitliche Führungen. Das sollte zur Fassade passen und wird am besten gleich mitgeplant.
Warum Sonnenschutz außen wirkt.
Die Physik ist einfach: Wärme, die einmal durch die Scheibe ist, bleibt im Raum. Innenliegende Rollos oder Vorhänge heizen sich selbst auf und geben die Wärme nach innen ab. Ein Rollladen oder Raffstore stoppt die Sonne, bevor sie das Glas erreicht. In Verbindung mit Dreifachverglasung bleibt der Raum dann auch an heißen Tagen angenehm, ohne Klimaanlage. Gerade unterm Dach, wo sich viele Zimmer im Sommer aufheizen, ist das der Unterschied zwischen Schlafen und Wachliegen.
Rollläden und Raffstores anschauen in Schweitenkirchen.
In unserer Ausstellung an der Woelkestraße bedienen Sie Rollladen und Raffstore selbst, mit Gurt, Schalter und Funk, und sehen Lamellenfarben und Kästen im Original. Unsere Fachberater sagen Ihnen, was an Ihrem Haus möglich ist, und planen mit Ihnen Fenster, Rollläden und Insektenschutz als Ganzes. Vereinbaren Sie am besten einen Termin, dann hat jemand Zeit für Sie.
